Haltung

Wir Frettchen brauchen, wie schon gesagt, viel Platz. Wir sind keine Käfigtiere, und am besten ist es für uns wenn man uns frei in der Wohnung hält, in einem eigenen, frettchengerechten Zimmer oder einer großen Aussenvoliere. Bevor man sich Frettchen anschafft, muss man die Wohnung „frettchensicher“ herrichten, dh. alles, das wir umschmeißen oder verschleppen könnten muss weg. Am liebsten buddele ich Blumentöpfe aus, und nehm mir alles was ich finden kann mit in meine Höhle. Lilli klaut immer Strümpfe, ob gewaschen oder nicht, ob weggeschlossen oder nicht, und verschleppt sie dann. Geschlossene Schränke sind für uns natürlich kein Hindernis, die kriegen wir in null Komma nichts auf! Taschen werden inspiziert, Bücherregale ausgeräumt. Ob eine Wohnung jedoch wirklich Frettchensicher ist, findet man erst heraus wenn wir da sind. Eine Gefahr für uns sind Fenster die auf Kipp stehen, offene Toilettendeckel, offene Waschmaschinen oder Kerzen. Der Boden auf dem wir laufen sollte gut abwaschbar sein, auf keinen Fall sollte man uns Streu aus Holzspänen oder Heu hinlegen, denn wir fressen unsere Nahrung vom Boden auf, und wenn wir was davon mitessen droht Darmverschluss, und somit in vielen Fällen der Tod.

Dort wo wir uns aufhalten brauchen wir ganz viele Spielmöglichkeiten um unserem ausgeprägten Spieldrang gerecht zu werden. Wir mögen Quietschbälle, Rascheltunnel, Kratzbäume, Rohre, alles Mögliche mit Glocken dran/drin, Kuscheltiere,… eigentlich fast alles Katzenspielzeug.

Wir lieben kuschelige Tücher aus Baumwolle in denen wir schlafen können, aus alten Bettlaken kann man uns auch prima Hängematten nähen. Unsere Kuschelsachen sollten etwa alle 4 Tage gewaschen werden. Da wir gerne unser Essen verstecken, muss unsere Dosenöffnerin vor allem im Sommer  oft unsere Bunkerplätze kontrollieren, ob kein verdorbenes Essen mehr gelagert ist das wir essen könnten.

Wir mögen es total wenn wir durch Röhren flitzen können (dazu eignet sich Drainagerohr mit min. 10cm Durchmesser) und auf Tüten herumspringen dürfen, die rascheln dann so schön. Generell mögen wir alles was irgendwie Lärm macht wenn man drauf hüpft oder dran Kratzt. Quietschbälle sind auch toll, nur nicht aus Silikon oder Gummi, denn das könnten wir auffressen.

Verschiedene Frettchen sind Sofabuddler, das bedeutet dass sie sich von unten durchs Sofa durchgraben, was nur möglich ist wenn unterm Sofa eine sehr dünne Stoffschicht ist. Wenn man also bemerkt, dass wir Pelznasen ein besonderes Interesse am Sofa haben, nehme man einfach eine Spanplatte und schraube sie drunter.

Eure Stromkabel sind vor uns in der Regel übrigens sicher – Wir sind ja keine Nager!

So in etwa sollte ein Frettchenkäfig aussehen, sollte trotzdem nur als Schlafplatz dienen – Wir mögen es nicht eingesperrt zu sein.

Hier ist noch ein gutes Beispiel eines Frettchenzimmers: